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Psychosomatik
Was heisst Psychosomatik?
Der Mensch besteht nicht nur aus dem Körper, sondern er bildet eine Einheit zwischen Seele, Psyche und Körper. Das Wort Psychosomatik kommt vom Griechischen und heisst: Psyche=Seele, Soma=Körper. Die psychosomatische Medizin erkennt, dass zwischen psychischen Vorgängen und körperlichen Er-scheinungen ein enger Zusammenhang besteht.
Was will mir eine Krankheit sagen?
Jede Krankheit hat einen Sinn. Beachtet man die Naturgesetze bleibt man gesund, missachtet man sie, kann es zu Krankheit führen, denn der Mensch hat einen Vertrag mit der Natur, er lebt in ihr und ist Teil von ihr…..
Menschen mit psychosomatischen Erkrankungen ignorieren oft die Signale des Körpers oder verstehen sie nicht und zwingen dadurch den Körper bestimmte Reaktionen/Signale = Symptome zu erzeugen. Oft steht hinter einer Erkrankung aber ein ungelöstes Problem, ein Konflikt oder ein Verhaltensmuster, das überdenkt und geändert werden sollte.
Oft klagen Menschen über ihre Krankheiten und erwarten sofortige Abhilfe, indem sie allzu schnell zum Arzt rennen und nach Medikamenten verlangen, anstatt ihr Denken, Handeln und ihr Verhalten zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern. Krankheiten sind dazu da, uns Botschaften zu vermitteln über unser Fehlverhalten, ein sichtbares Zeichen zu setzen, damit wir die Verantwortung über unser Leben und unser Denken übernehmen, um wieder „ganz" zu werden, in die Mitte zu kommen, was Gesundheit bedeutet.
Was geschieht in dieser Therapie?
In dieser Therapie geht es darum, zu erkennen, wo die Ursachen des Problems liegen. Ueber geistige Fehlhaltungen und negatives Denken bewusst zu werden, sie zu ändern. Blockaden und überalterte Verhaltensmuster zu erkennen und auf-zulösen. Aber ebenso die eigenen Fähigkeiten zu erkennen, durch neue Energie und Kraft mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen und Selbstverantwortung zu leben, damit Heilung geschehen kann.
Dem „Kranken" kann geholfen werden, indem wir ihn unterstützen, Zusammen-hänge aufzudecken, beobachten und Symptome als Botschaften entschlüsseln und zu verstehen lernen.
Was zeigt uns der Körper?
- Wenn ein Problem besteht und der Mensch es nicht sehen kann oder will, wird es ihm im Aussen gezeigt = Akute Beschwerden
- Wird nichts geändert kommt es zum nächsten Schritt = Chronische Beschwerden
- Reagiert der Mensch immer noch nicht, kann es zu irreparablen Schäden führen = Organveränderungen, Krebs, Tod
Wie kann Heilung geschehen?
Sich mit der Krankheit konfrontieren, auseinandersetzen, mögliche Ursachen herausfinden:
Man ist nicht nur „Opfer einer Krankheit" sondern auch ihr Verursacher.
Was geschieht durch negatives Denken?
Mit negativen Gedanken bestrafen wir uns selber, denn was wir über uns denken, das sind wir. Wenn wir über Etwas negativ denken, geschieht es. Denn es gibt ein Naturgesetz: „was Du säest, das wirst Du ernten."
Positiv Denken heisst nicht, die Augen vor der Realität und auch vor dem Negativen zu schliessen, sondern die Erkenntnis darüber zu gewinnen, was das Unangenehme mir zeigen will, woran ich arbeiten muss. Sich darüber bewusst zu werden, dass jeder für seinen Gesundheitszustand und für seine Lebens-einstellung selbst verantwortlich ist.
Angst ist ein Hauptverursacher vieler Krankheiten:
- Angst zu versagen
- Angst nicht genug geliebt zu werden
- Angst nicht genug Anerkennung zu bekommen
- Angst alleine zu sein
- Angst vor Verantwortung
- Angst vor Vertrauensmissbrauch
- Angst vor Krankheit und Tod u.v.m.
Wo Angst ist, ist kein Vertrauen in sich selbst und ins Leben. Desshalb muss man sich der Angst stellen, erkennen woher sie wirklich kommt und die dadurch entstandenenen Fehlverhalten ändern.
Was will mir die Sprache mitteilen?
Atmung : da stockt mir der Atem, mir bleibt die Luft weg, Dampf ablassen...
Hals : er ist ein Geizhals, sich etwas aufhalsen, halsstarrig sein...
Haut : das geht mir unter die Haut, aus der Haut fahren, dünnhäutig sein...
Kopf : sich den Kopf zerbrechen, kopflos handeln, kopflastig sein
Magen : mir dreht sich der Magen um, sauer sein, unverd. Konflikte...
Herz : etwas zu Herzen nehmen, herzlos sein, nicht aufs Herz hören wollen...
Augen : etwas nicht sehen wollen, Liebe macht blind, kurzsichtiges Handeln...
Nase : jemanden nicht riechen können, Nase voll haben, einen Riecher haben...
Ohren : für etwas taub sein, wer nicht hören will muss fühlen, nicht gehorchen
Zähne : verbissen sein, die Zähne zusammenbeissen, an etwas lange kauen...
Haltung : kein Rückgrat haben, vom Schicksal gebrochen sein, Haltung zeigen
Galle : Gift und Galle spucken, die Galle läuft über, sich grün und gelb ärgern...
Stuhlgang : vor Angst in Hose machen, Schiss haben, in Prüfung durchfallen
Nieren : es geht mir an die Nieren, auf Herz und Nieren prüfen, Druck aushalten
Beispiele aus der Organsprache
Bauchspeicheldrüse:
- Resignation, sich im Kreis drehen, Liebe nicht geben und annehmen
- Nicht geniessen können, fehlende Agression, sich nichts gönnen
Dickdarm:
- Unfähigkeit Abstand zu gewinnen, nicht geben können, geizig sein
- An Überholtem festhalten, Gefühle nicht äussern können
- Unbewusste Inhalte verdrängen wollen, Verlustängste haben
Gelenke:
- Sich auf etwas versteifen, jemanden zusammenstauchen, zu weit gehen
- Überspannt sein, nicht beweglich sein, festgefahren sein
Haut:
- Sich beschmutzt fühlen, unterdrücktes Weinen der Haut, dünnhäutig sein
- Alles geht unter die Haut, Abwehrreaktionen, keinen Kontakt wollen
Leber und Galle:
- Anhaltende Schuldgefühle, Selbstverurteilung, Neid, Zweifel an sich selbst
- Heuchelei, Masslosigkeit, unfähig Altes loszulassen, Ärger, innerer Groll
So gibt es noch unzählige Beispiele, wie man über die Organsprache ein ganzheitlicheres Bild des Menschen bekommen kann, denn: „ wie im Innen, so im Aussen.