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Fussreflexzonen-Therapie
Kurzer Einblick in die Geschichte
Die Fussreflexzonenarbeit wurde schon vor 1000 Jahren in China und Indien als Druckpunktbehandlungen angewendet. Auch bei den Indianern war diese Art Behandlung populär. In Europa wurde ca. seit dem 15. Jahrhundert diese Massage angewendet. Durch Dr. med. William Fitzgerald wurde die Zonentherapie im letzten Jahrhundert bekannter. In Deutschland beschäftigte sich die bekannte Hanne Marquardt intensiv mit dieser Methode, studierte sie eingehend und verfasste zahlreiche Bücher, die heute als Grundlage für die Fussreflexzonen-Therapie gelten und in diversen Schulen gelernt wird.
Was sind Reflexzonen?
Gemeint ist damit nicht die unwillkürliche Reaktion auf einen Reiz (med.), sondern die Reflexion des Körperbildes auf die Fussfläche.
Allgemeine Wirkung der Fussreflexzonenarbeit
- Verbesserung der Organfunktion
- Lokale intensive Durchblutung
- Entspannung, besserer Schlaf
- Geistige Wachheit, Auflösen von Energieblockaden
Wann ist diese Therapie zu empfehlen? (Indikationen)
- Beschwerden am Bewegungsapparat (Rheuma/Arthritis/Arthrose)
- Störung im Verdauungsapparat (Verstopfung/Durchfall)
- Störung der Atmungsorgane (Bronchitis/Asthma)
- Statisch-und muskläre Belastungen
- Heuschnupfen, Ekzeme, Allergien, lymphatische Belastungen
- Störung der Ausscheidungsorgane (Blase/Niere)
- Stress, Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen
- Hoher und niedriger Blutdruck, Durchblutungstörungen
Wann sollte diese Therapie nicht angewendet werden? (Kontraindikationen)
- Fieber, Infektionen, akute Entzündungen, Erkältungen
- Bei akuten Rheumaschüben, Psychosen
- Risikoschwangerschaften, operativ zu erfassende Krankheiten
- Akuten Venenentzündungen, Morbus Sudek
- Gangrän am Fuss, Ekzeme am Fuss
Welche Reaktionen können entstehen?
Erstverschlimmerung, Aufflackern alter Krankheiten, die nicht vollständig ausgeheilt wurden
Entspannte Müdigkeit, besserer Schlaf, vermehrtes Träumen, vermehrte Schweissabsonderung, Harnausscheidung und vermehrter Stuhlgang, Kopfschmerzen, Akne, Ausschlag, Gemütsschwankungen
Diese Reaktionen zeigen auf, dass die Therapie angeschlagen hat, resp. der Körper seine Selbstheilungskräfte aktiviert hat.
Reaktionen sollten vom Klienten beobachtet und dem Therapeuten berichtet werden.
Ablauf einer Behandlung
- Personalien werden aufgenommen
- Eine Gesundheits-Befragung wird durchgeführt ( Anamnese)
- Der Behandlungsablauf wird erklärt
- Zuerst wird ein Sichtbefund erstellt über die Statik, Gewebeeigenschaft, Zehenstellung, Schwellungen und Anomalien des Fusses
- Anschliessend wird der Tastbefund durchgeführt, durch welchen man abnorme Reaktionen und schmerzhafte Zonen feststellen und notieren kann
Wie lange dauert eine Behandlung?
Die 1. Behandlung mit Sicht-und Tastbefund dauert ca. 1 Std. Folgebehandlungen ca. 30 min., je Reaktionen.
Bei akuten Beschwerden wären tägliche Behandlungen angebracht, bei chronischen zuerst 2-3 mal wöchentlich, nachher 1 mal pro Woche, (ausdehnbar auf alle 14 Tage bis 1 mal im Monat.)
Eigenbehandlung, nützt das auch?
Sie sind sicher möglich und wirksam, als vorbeugende Massnahme, ersetzen jedoch keine fachliche Therapiemassnahme, weil:
- Kein zwischenmenschlicher Austausch
- Rasche Ermüdung, keine Entspannung
- Grenzen und Wahrnehmung werden nicht erkannt oder überschätzt
- Mangelnde Bewegungsfreiheit